Heimsieg gegen den Tabellenzweiten hält Klassenerhalt möglich
Was für ein Abend in der Leonhard-Wagner-Halle in Schwabmünchen: Am 21.03. empfingen die Damen des FC Kleinaitingen beim letzten Heimspiel der Saison und gleichzeitig vorletzten Spiel insgesamt den Dresdner SSV, aktuell Tabellenzweiter der 3. Liga Ost. Die Ausgangslage war klar: Es war die letzte echte Chance, den Abstieg noch zu verhindern.
Die Voraussetzungen hätten kaum besser sein können: Mit einem voll besetzten Kader von 14 Spielerinnen und Unterstützung aus der zweiten Damenmannschaft, die am vergangenen Wochenende ihre Saison als Meister beendet hatte und in die Landesliga aufgestiegen ist – Glückwunsch dazu – ging das Team hochmotiviert in die Partie. Rückenwind gab zudem der überzeugende 3:0-Erfolg aus der Vorwoche in Regenstauf. Die klare Ansage lautete: Mindestens ein Punkt muss her – die letzte Chance, den Abstieg noch abzuwenden.
Satz 1 – Mutiger Start wird belohnt
Von Beginn an entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, ehe sich der FC Kleinaitingen ab dem Stand von 11:10 zunehmend absetzen konnte. Die Gastgeberinnen bauten ihre Führung kontinuierlich aus und überzeugten vor allem durch ein variables Angriffsspiel.
Zuspielerin Kristin Schaffner setzte ihre Angreiferinnen gekonnt in Szene, während eine stabile Annahme um Libera Sabrina Buddrus die Grundlage für druckvolle Angriffe bildete. Dadurch konnten auch die Mittelblockerinnen Eva Holzmann und Luisa Heiduk immer wieder erfolgreich eingebunden werden. Am Ende stand ein souveräner 25:16-Satzgewinn.
Satz 2 – Dominanz pur
Im zweiten Durchgang zeigte sich die vielleicht stärkste Phase des gesamten Spiels. Kleinaitingen spielte druckvoll, mutig und konsequent – vor allem über den Aufschlag wurde enormer Druck aufgebaut.
Der Zwischenstand von 12:5 sprach eine klare Sprache. Die Dresdnerinnen fanden kaum ins Spiel, hatten Probleme in der Annahme und konnten ihre Angriffe nicht wie gewohnt durchbringen. Konsequent und konzentriert spielte der FC Kleinaitingen den Satz zu Ende und sicherte sich diesen eindrucksvoll mit 25:9. Damit war das Minimalziel – ein Punkt – bereits erreicht, ganz zufrieden war man damit jedoch noch nicht.
Satz 3 – Spannung bis zum Schluss
Im dritten und entscheidenden Satz zeigte der Dresdner SSV noch einmal seine Qualität und Gegenwehr. Zwar konnte sich Kleinaitingen zunächst erneut absetzen, doch die Konstanz ließ zwischenzeitlich nach, sodass Dresden auf 14:15 herankam.
Kurzzeitig wirkte das Spiel offener, Unsicherheiten schlichen sich ein. Doch eine Auszeit brachte die Wende: neue Energie, klare Ansagen – und vor allem wieder mehr Konsequenz. Mit starken Aufschlägen kämpfte sich der FC Kleinaitingen zurück ins Spiel. Vor allem über die Außenpositionen – mit Antonia Meyer, Anne-Cathérine Salesch und Antonia Birkholz – punktete das Team mit kraftvollen Angriffen und cleveren Lösungen.
Beim Stand von 23:17 schien der Sieg bereits greifbar, doch Dresden gab sich nicht geschlagen. Es folgte eine intensive Schlussphase mit langen Ballwechseln und sehenswerten Abwehraktionen auf beiden Seiten. Am Ende bewies Kleinaitingen jedoch den längeren Atem und machte mit dem 25:22 den perfekten Abend und den 3:0-Sieg klar.
Emotionaler Abschluss und Blick nach vorne Die Freude nach dem Spiel war riesig – nicht nur über die drei wichtigen Punkte, sondern auch über die geschlossene Mannschaftsleistung und den gezeigten Kampfgeist. Mit diesem Erfolg macht der FC Kleinaitingen einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Nach dem Spiel wurde es noch einmal emotional: Da es das letzte Heimspiel der Saison war, richtete Kapitänin Antonia Meyer das Wort an Team und Fans. In einer kurzen Rede bedankte sie sich bei allen Unterstützern, Trainern und Helfern. Im Anschluss wurden kleine Geschenke überreicht – als Zeichen der Wertschätzung für die herzliche Begleitung durch eine nicht immer einfache Saison.
Finale in Eibelstadt
Nun richtet sich der Blick auf das letzte Saisonspiel: In Eibelstadt heißt es noch einmal alles zu geben, um das scheinbar Unmögliche möglich zu machen und den Klassenerhalt zu sichern.



