FC Kleinaitingen kämpft an Doppelspieltag tapfer – zweimal 2:3

Samstag: FC Kleinaitingen – Chemnitzer VV 2:3 (18:25, 25:22, 22:25, 25:23, 9:15)

Der Auftakt gegen den Chemnitzer VV gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Im ersten Satz agierte Kleinaitingen lange auf Augenhöhe, doch eine wackelige Annahmephase erschwerte Zuspielerin Kristin Schaffner die variable Verteilung der Angriffe und so konnten die Kleinaitinger Mädels weniger stark angreifen und die Chemnitzer holten sich den ersten Satz.

Im zweiten Durchgang startete der FCK denkbar schlecht und lag früh mit 2:7 zurück. Nach einer klaren Ansage von Trainer Julian Birkholz – „aktiv zum Ball gehen und ihn im Spiel halten“ – sowie einem Wechsel von Luisa Nowotny auf Antonia Birkholz stabilisierten sich Annahme und Abwehr um Libera Sabrina Buddrus deutlich. Eine starke Aufschlagserie von Antonia Meyer leitete die Aufholjagd ein. Über druckvolle Angriffe von Birkholz und Anni Salesch drehte Kleinaitingen den Satz eindrucksvoll und gewann 25:22.

Der dritte Satz war hart umkämpft. Beim Stand von 17:17 folgte jedoch ein kleiner Einbruch, Chemnitz setzte mit starken Aufschlägen und gut verteidigten Bällen nach und entschied den Satz 25:22 für sich.

Im vierten Satz galt die Devise: mindestens einen Punkt sichern und in den fünften satz kommen. Kleinaitingen startete stark, führte 10:6, musste nach einer Auszeit Chemnitz’ aber erneut eine gegnerische Aufschlagserie hinnehmen. Dank konzentrierter Annahme, guter Blockarbeit von Luisa Heiduk und Eva Holzmann sowie einem kraftvollen Angriffsspiel – allen voran durch Kapitänin Antonia Meyer – gelang dennoch der wichtige 25:23-Satzgewinn.

Im Tie-Break wollten die Kleinaitingerinnen sich zwei Punkte erkämpfen. Doch die Annahme wackelte erneut, wodurch kaum druckvolle Angriffe möglich waren. Chemnitz zog davon und holte sich den Entscheidungssatz deutlich mit 15:9.

Somit sicherte sich mit der 2:3 Niederlage zumindest einen Punkt.

Sonntag: FC Kleinaitingen – Erfurt Electronics 2:3 (23:25, 25:16, 25:22, 17:25, 14:16)

Einen Tag später wartete mit Erfurt Electronics der Tabellenzweite – und gleichzeitig der Gegner, der Kleinaitingen im Hinspiel deutlich mit 3:0 geschlagen hatte. Trotz der vorausgegangenen Fünf-Satz-Belastung ging der FCK hochmotiviert in die Partie.

Der Beginn verlief jedoch holprig: Starke Erfurter Aufschläge erzeugten große Unsicherheit in der Annahme, und Kleinaitingen geriet mit 6:13 in Rückstand. Mit der Einwechslung von Zuspielerin Bianca Hoffmann, die prompt eine Aufschlagserie hinlegte, begann eine eindrucksvolle Aufholjagd. Die Annahme stabilisierte sich, die Kleinaitinger Angreiferinnen punkteten wieder konsequent. Beim 22:23 wurde es eng, doch Erfurt blieb abgezockt und gewann knapp 25:23.

Der zweite Satz brachte die Antwort des FCK: Druckvolle Aufschläge von Antonia Meyer und Luisa Nowotny führten zu einer 12:5-Führung. Ein sauberes Spiel mit konstanter Leistung sicherte man den Satz ungefährdet 25:16.

Auch im dritten Satz blieb Kleinaitingen dominant. Die Annahme und Abwehr um Libera Buddrus arbeiteten stabil, das Zuspiel konnte variabel gestaltet werden und die Angreiferinnen setzten sich immer wieder durch. Trotz eines Erfurter Zwischenspurts verteidigte der FCK den Vorsprung und gewann 25:22.

Im vierten Satz war das Ziel klar: drei Punkte sollten her. Doch Erfurt steigerte sich sichtbar. Bis zum 13:16 blieb Kleinaitingen dran, dann spielte Erfurt abgeklärt und setzte sich mit 25:17 durch.

Der Tie-Break entwickelte sich zum Nervenduell. Der FCK führte 9:5, ehe eine strittige Szene – Blockberührung oder nicht – die Gemüter erhitzte. Obwohl der Punkt an Kleinaitingen ging, führte die längere Unterbrechung zu spürbarer Unruhe. Erfurt nutzte den Momentumwechsel, holte auf und setzte sich schließlich in einem Kopf-an-Kopf-Finale mit 16:14 durch.