Niederlage gegen MTV Rosenheim

Kleinaitingen kämpft sich nach 0:2 zurück – und verliert doch: 2:3 gegen MTV Rosenheim

Der FC Kleinaitingen hat am Samstagabend in der Leonhard-Wagner-Halle großen Kampfgeist gezeigt, am Ende aber dennoch eine bittere 2:3-Heimniederlage gegen den MTV Rosenheim hinnehmen müssen. Vor lautstarker Kulisse drehten die Gastgeberinnen einen 0:2-Satzrückstand eindrucksvoll, mussten sich jedoch im entscheidenden Tiebreak klar geschlagen geben. Die Satzergebnisse: 22:25, 20:25, 25:23, 25:22, 8:15.

Schwieriger Start: Annahmeprobleme bremsen Kleinaitingen aus

In den ersten beiden Sätzen zeigte sich schnell, wo die Hauptbaustelle der Kleinaitingerinnen lag: die Annahme. Immer wieder geriet Zuspielerin Krissi Schaffner unter Druck, sodass sie ihre Angreiferinnen kaum variabel einsetzen konnte. Trotz der schwierigen Ausgangslage stemmten sich die beiden Hauptangreiferinnen Antonia Meyer und Anni Salesch mit erfolgreichen Durchbrüchen immer wieder gegen die Rosenheimer Defensive.

Phasenweise konnte Kleinaitingen Rückstände aufholen und die Partie offen gestalten, doch jeweils in der Schlussphase präsentierten sich die Gäste konsequenter. Rosenheim nutzte die Fehler der Gastgeberinnen aus und sicherte sich die ersten beiden Sätze mit 25:22 und 25:20.

Der Wendepunkt: Wechsel und Aufschwung im dritten und vierten Satz

Angefeuert vom heimischen Publikum zeigte der FC Kleinaitingen ab Satz drei ein komplett anderes Gesicht. Trainer Daniel Marticke, der den abwesenden Chefcoach Julian Birkholz vertrat, reagierte taktisch und brachte Luisa Nowotny als Diagonalspielerin für Antonia Birkholz ins Spiel. Mit der Umstellung auf einen Vierer-Riegel stabilisierte sich die Annahme sichtbar.

Und plötzlich begann auch das Angriffsspiel zu funktionieren: Über die Mitte setzte Luisa Heiduk deutliche Ausrufezeichen. Die junge Spielerin beeindruckte mit mutigen Abschlüssen und erzielte mehrere wichtige Punkte. Rosenheim wehrte sich energisch, doch Kleinaitingen zeigte nun Entschlossenheit, Variabilität und Stabilität.

Mit viel Energie und getragen vom Publikum sicherten sich die Gastgeberinnen Satz drei (25:23) und vier (25:22) – der Tiebreak war erzwungen.

Tiebreak ohne Glück – Rosenheim nutzt Schwächen eiskalt

Doch wie schon zu Beginn des Spiels wackelte die Annahme im fünften Satz erneut. Schnell lag der FC Kleinaitingen mit 0:5 zurück, worauf Marticke eine Auszeit nahm. Die erhoffte Wendung blieb jedoch aus: Eigenfehler häuften sich, Rosenheim spielte abgeklärter und holte sich den Entscheidungssatz klar mit 15:8.

Kapitänin Meyer: „Sehr schade – aber wir kämpfen weiter!“

„Sehr schade, dass wir uns nach dem 0:2-Rückstand und der tollen Aufholjagd nicht mit dem Sieg belohnt haben“, resümierte Kapitänin Antonia Meyer. „Um in der 3. Liga erfolgreich zu sein, muss aktuell noch alles zusammenpassen. Durch den großen Umbruch und viele Neuzugänge brauchen wir Zeit – aber wir entwickeln uns weiter.“

Mit der Niederlage bleibt der FC Kleinaitingen auf dem letzten Tabellenplatz der 3. Liga Ost.

Blick nach vorn: Weiterarbeiten, wachsen, dranbleiben

In der kommenden Woche stehen eine Trainingseinheit und ein Trainingsspiel an, bevor es am Sonntag zu den Rote Raben Vilsbiburg geht.

„Wir müssen weiter mutig bleiben, im Training Vollgas geben und als Team wachsen“, so Meyer. „Dann wird auch der nächste Sieg nicht lange auf sich warten lassen.“