Niederlage gegen NaWaRo Straubing
Nach einem überzeugenden ersten Satz muss sich der FC Kleinaitingen dem weiterhin ungeschlagenen Team von NaWaRo Straubing mit 1:3 geschlagen geben.
Am Samstag, den 24. Oktober, empfing der FC Kleinaitingen die Mannschaft von NaWaRo Straubing zum Heimspiel. Beide Teams waren mit zwei Siegen aus den ersten beiden Begegnungen in die Saison gestartet. Die Gäste aus Straubing hatten dabei bislang noch keinen einzigen Satz abgegeben und gingen entsprechend selbstbewusst in die Partie. Der FC Kleinaitingen konnte hingegen auf einen großen Kader zurückgreifen, da insgesamt vier Spielerinnen der zweiten Damenmannschaft von ihrem Doppelspielrecht Gebrauch machten.
Der FC Kleinaitingen erwischte einen hervorragenden Start in die Begegnung. Mit druckvollen Aufschlägen von Kristin Schaffner und Antonia Ziegelmeier erspielte sich die Heimmannschaft schnell eine deutliche 8:1-Führung. Auch im weiteren Verlauf überzeugte der FCK mit cleveren Spielzügen und starken Angriffen. Mona Walter punktete wiederholt über die Diagonale, während Anni Salesch über die Außenposition erfolgreich war.
Im Laufe des Satzes ließ der Aufschlagdruck jedoch etwas nach, und kleinere Eigenfehler ermöglichten es den Gästen, wieder ins Spiel zu finden. Straubing setzte seine groß gewachsenen Angreiferinnen variabel ein und verkürzte den Rückstand zunehmend. Beim knappen Spielstand von 20:19 nahm Trainer Julian Birkholz zur richtigen Zeit eine Auszeit. Die Ansprache zeigte Wirkung: Mit einfachen, konsequent ausgespielten Bällen und druckvollen, zugleich sicheren Aufschlägen brachte Kleinaitingen den Satz souverän ins Ziel. Mit 25:19 sicherte sich der FCK die verdiente 1:0-Satzführung.
Im zweiten Durchgang verschlief Kleinaitingen den Start. Eine instabile Annahme erschwerte den Spielaufbau, sodass die eigenen Angriffe nicht mehr mit der nötigen Durchschlagskraft abgeschlossen werden konnten. Die Folge: Straubing setzte die Gastgeberinnen zunehmend unter Druck und zog auf 14:7 davon. Doch der FCK gab sich nicht auf. Mit einer druckvollen Aufschlagsserie von Anni Salesch und Stefanie Kraus kämpfte sich die Heimmannschaft auf 15:16 heran und machte die Partie wieder spannend. In der entscheidenden Phase schlichen sich allerdings erneut Eigenfehler ein, zudem fehlte es den Angriffen häufig an Präzision und Platzierung. Auch die eingewechselten Spielerinnen Lara Schmid und Kathi Paul brachten nicht die erhoffte Wende. Straubing agierte konsequenter und nutzte seine Chancen, um den Satz mit 25:20 für sich zu entscheiden. Damit war der Satzausgleich hergestellt.
Für den dritten Durchgang lautete die Devise, von Beginn an an die Leistung des ersten Satzes anzuknüpfen. Und zunächst schien der Plan aufzugehen: Kapitänin Antonia Ziegelmeier setzte die Straubinger Annahme mit einer erneuten Aufschlagsserie unter Druck. Gleichzeitig sorgten die Liberas Sabrina Buddrus und Anna Krüger mit einer soliden Abwehrleistung dafür, dass Kleinaitingen im Spiel blieb und sich eine 15:8-Führung erarbeitete.
Der FCK kämpfte um jeden Ball und hatte zunächst das glücklichere Händchen. Beim Stand von 18:14 schien die Mannschaft auf einem guten Weg, den Satz für sich zu entscheiden. Doch dann verlor Kleinaitingen zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Zahlreiche Eigenfehler und eine nachlassende Annahme brachten Straubing zurück in die Partie. Mit Wechseln auf der Zuspielposition, bei denen Kristin Schaffner für Lara Schmid kam, sowie auf der Außenposition, wo Carlotta Saveur Anni Salesch ersetzte, versuchte Trainer Julian Birkholz, neue Impulse zu setzen. Der Satz entwickelte sich zu einer umkämpften Schlussphase, in der die Gäste letztlich das glücklichere Ende für sich hatten. Mit 25:23 ging auch dieser Durchgang an NaWaRo Straubing.
Trotz des bitteren Satzverlusts wollte der FC Kleinaitingen im vierten Durchgang noch einmal alles in die Waagschale werfen. Die Mannschaft wusste, dass eine Wende grundsätzlich möglich war. Doch an diesem Tag sollte es nicht mehr gelingen.
Zahlreiche Annahmefehler verhinderten bereits den geordneten Spielaufbau. Auch Wechsel in der Abwehr und weitere Auszeiten konnten den Lauf der Straubingerinnen nicht stoppen. Diese fanden zunehmend zu ihrem Spiel, servierten mutig und überzeugten mit einem konsequenten Block. Schnell wuchs der Rückstand auf 1:11 an. Während bei den Gästen nahezu alles funktionierte, fand Kleinaitingen keine Mittel mehr, um dagegenzuhalten. Am Ende stand ein deutliches 6:25 auf der Anzeigetafel. Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war den Kleinaitinger Spielerinnen anzusehen. Nach einem starken ersten Satz und einer vielversprechenden Leistung zu Beginn des dritten Durchgangs hatte sich die Mannschaft deutlich mehr erhofft. Gleichzeitig weiß das Team, dass es spielerisch mehr zu bieten hat, als es im weiteren Verlauf der Partie zeigen konnte.
Lange Zeit zum Hadern bleibt allerdings nicht. Die Gelegenheit zur Revanche bietet sich bereits in drei Wochen, wenn der FC Kleinaitingen zum Rückspiel nach Straubing reist.
Zuvor steht am Samstag, den 31. Oktober um 19:00 Uhr noch ein Heimspiel gegen den Aufsteiger Bad Grönenbach auf dem Programm. Dort möchte der FCK wieder zu seiner alten Stärke zurückfinden, die eigenen Fehler reduzieren und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die nächsten drei Punkte einfahren.


